Bild eines Mädchens mit ihrer Schwester mit Behinderung
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Pressemitteilung

| Lebenshilfe Hof

Ermittlungen gegen Mitarbeiter – Lebenshilfe Hof arbeitet eng mit Behörden zusammen

Hof, 12. März 2026 – Die Lebenshilfe Hof bestätigt, dass gegen einen Mitarbeiter der Heilpädagogischen Tagesstätte des Therapeutisch-Pädagogischen Zentrums in Hof Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden geführt werden.

Nach Angaben der Zentralstelle Cybercrime Bayern der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und des Polizeipräsidiums Oberfranken steht ein Heilerziehungspfleger im Verdacht, während seiner Arbeitszeit Bild- und Videoaufnahmen von Kindern und Jugendlichen gefertigt zu haben, die er in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung betreute. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen diese Aufnahmen intime Körperbereiche zeigen. Zudem wird geprüft, ob einzelne betreute Personen hierfür entkleidet worden sein könnten.

Am Montag, 9. März 2026, führte die Kriminalpolizei Bayreuth auf Grundlage eines richterlichen Beschlusses Durchsuchungen durch. Dabei wurden elektronische Speichermedien sichergestellt. Polizeilichen Informationen zufolge wurde gegen den Beschuldigten auf Antrag der Zentralstelle Cybercrime Bayern Haftbefehl erlassen; er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu möglichen Geschädigten dauern an.

Die Leitung der Einrichtung sowie die Geschäftsführung der Lebenshilfe Hof stehen seit Bekanntwerden der Ermittlungen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, insbesondere mit Polizei und Heimaufsicht der Regierung von Oberfranken. Der Träger unterstützt die laufenden Ermittlungen umfassend und arbeitet intensiv daran, zur schnellen Aufklärung des Sachverhalts beizutragen.

„Die Vorwürfe erschüttern uns sehr“, sagt der Geschäftsführer der Lebenshilfe Hof, Claus Fiedler, und betont die konsequente Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden: „Für uns gilt uneingeschränkt: Alles, was zur Aufklärung beitragen kann, wird von uns unterstützt. Der Schutz und die Sicherheit der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen haben oberste Priorität.“

Die Lebenshilfe Hof steht zudem im Austausch mit Eltern und Personensorgeberechtigten der betreuten Kinder und Jugendlichen. „Uns ist wichtig, transparent mit der Situation umzugehen und gleichzeitig die laufenden Ermittlungen zu respektieren“, so der Geschäftsführer. „Sobald gesicherte Informationen vorliegen und dies im Rahmen der laufenden Ermittlungen möglich ist, werden wir die Öffentlichkeit entsprechend informieren.“

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und mit Blick auf das laufende Ermittlungsverfahren können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die Lebenshilfe Hof ist einer der größten Träger der Behindertenhilfe in Stadt und Landkreis Hof. Etwa 600 Mitarbeitende begleiten ca. 1.200 Familien mit Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung. 

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